Hör dir “Das eine Fach” von Fred Wao an:

P.s. Am Ende wird es etwas lauter.


Es wär’ so einfach, wenn die Musik in meinem Kopf zu Text werden würde.
Dann müsst ich nicht mehr sprechen und übersetzen. 
Es würde einfach fließen und sich in all den Farben, der Existenz, ergießen.
So wie die Beete des Lebens danach verlangen um ihren Vorgang weiterhin aufrecht zu erhalten.
Das Überleben und das Leben. 
Wie soll es erlebt werden wenn wir über dem Leben stehen und die Natur nicht mehr fühlen.
Wo befindet sich Innen, wenn alles so kompliziert gemacht wird. 
Es ist so einfach. Es ist so simpel.
Die Komplexität ist nur der langweilige Schatten der multidimensionalen, tanzenden Figur im ewigen Raum. 
Wortklang klingt weil die Worte in deinem innersten reflektieren und einen Klangteppich bilden.
Du hörst es in dich hinein wie einen köstlichen, alten Wein, den du genau für diesen Moment aufgehoben hast.
Bemerkt man das Spektakel ohne jegliche Distanz und mit voller Weitsicht, dann ergibt alles einen Sinn. 
Exakt einen einzigen Sinn. 
Und dieser ist schier unglaublich und niemals fassbar, weder in Schrift, noch in Ton. 
Es ist das Urkorn des Simplen. 
So vage und unscheinbar, dass man es nicht ertragen kann, wenn es mit seiner Schlichtheit in den kognitiven Strömen schwimmt. 
Es verzaubert und zerbricht. Es zerreist und verspricht. Es macht auf und hält dicht. 
Ruhig, sanft, leise und einfach nur wundervoll zu betrachten. 
Es entweicht jedes mal, so wie die Lichtflecken vor den Augen, beim schlafen.
Unfokussierbar und immer präsent. 
Es löst die Sorgen und drückt dich in die Gewässer der Melancholie. 
Warmes salziges Wasser, auf dem das Schweben erlernt werden kann. 
Der Druck entflieht und man verliert sich endlich im Endlichen. 
Zu Abstrakt für Wissenschaft und zu klar für Kunst.
Was ist es nur, dass uns immer wieder packt und inspiriert. 
Dieses unglaubliche Etwas, dass sich in allen Poren und Wahrnehmungen ausbreitet und ohne Halt alles mit sich reißt; wenn es will. 
Es ist nicht größer und auch nicht kleiner. 
Es ist Perfektion und Adaption. Bringt Assimilation und kosmisches Gedeck. 
Kein Element ist dem gewachsen, denn es sind dessen Pflanzen. 
Die Formel der Form. Das Prinzip des materiellen Geistes.
Funken sprühen und die Kruste bricht auf – Schicht um Schicht. 
Es ist so schlicht, dass selbst der ärmste sich zu reich fühlen würde. 
Es ist so elegant, dass selbst der reichste sich arm fühlen würde. 
Es ist in jedem Auge zu erkennen. 
Wir tragen es doppelt und flexibel mit uns herum. 
Es verbindet sich, ohne dass wir die Kontrolle hätten. 
Wir sind so hilflos und mutig. Wir blicken dem ins Gesicht. 
Tag für Tag und das seit Anbeginn der ersten elektromagnetischen Impulse. 
Fernab von Zeit. 
Verwoben zum schwarz-bunten Tuch, auf dem jeder verweilt.
Es lacht mit uns und durch uns. 
Durch deine Gestik und bewegt die Erde in ihrer Genesis. 
Es gab uns die Gabe und ist eines jeden Eltern. 
Zwischen all dem was wir als Alles erkennen können. 
Und dennoch direkt vor uns. Ganz klar – Jederzeit direkt da. 
Einmal erblickt lässt es uns nicht mehr los und weckt das ewige Verlangen nach dem nächsten Moment der unendlichen Kürze, die es mit sich bringt. So kindlich und verspielt. 
So erwachsen und bestimmend. 
Ein königliches Gewand trägt es und dennoch umarmt es dich wie dein Bruder. 
Schneeflocken singen Lieder darüber. Wälder wachsen zum Takt. Alles rotiert nach dieser Symphonie. 
Versuche nicht es zu hören, denn es hört durch dich um sich selbst zu stimmen. 
Man vernimmt es im ekstatischem Summen von spontanen Melodien. 
Wo es ist, ist wo du blickst. Wie es ist, ist wie du bist. Wann es ist, ist wann du nickst. Was es ist, ist was in dir spricht. 
Das eine Fach, mit allem Wissen. 
Das eine Fach mit allen Wünschen. 
Unschuldig verschenkend und motivationslos empfangend. 
Verzeiht es mir den Versuch, es mit Buchstaben zu fangen. 
Es ist Zeit endlich das Ende anzufangen. 
Denn am Ende ist das Licht, das sich durch dich der wahren Liebe verspricht. 
Egal was ist. Das „Ich” bleibt im Wir. 
Als geschichten-erzählendes, gesichtloses Gesicht.
Niemals gewesen. Für immer existierend.
Hat es erblickt und sich mit Sekundenkleber an dich gespickt. 
Und flüstert deutlich: Genieß’ Dich.

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15. März 2019

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