Ich könnte nun eine weitere kryptisch, friedliche und weiche Textpassage verfassen, diese auf Facebook stellen und mich an der Frequenz erfreuen. Doch wozu? Tatsächlich ist es doch auch nur eine Ablenkung vom Wesentlichen. Eine Stütze um in irgendeiner Stimmung zu bleiben. Meist nur ein Ausdruck des aktuellen Widerstands. Und anstatt den Widerstand zu lockern, die Scherben der Blockade weg zu kehren und die Lösung in sich zu integrieren, füllt es lediglich ein Loch der Hilflosigkeit. Und das sind wir alle. Hilflos und niemand hat einen exakten Plan für das Leben. Und das ist okay. Das ist nicht schlimm. Doch warum piekst es uns? Was geht uns so nahe, dass es uns vermag Qual zu fühlen? Ist es das Leben an sich oder doch nur wieder ein Widerstand? Der Widerstand zu sich selbst, seiner eigenen Kraft? Ein Ozean voller Wut, Verbitterung, Enttäuschung und Frustration, mit einem Hilfe erwartendem Blick, der endlich gereinigt werden will. Doch eine Rettung ist nicht unterwegs – wozu denn auch? Diese Gewässer der Gefühle und Empfindungen sind selbstklärend. Sobald es sich legen kann und die Stille in sich erreicht. Das ist jederzeit möglich. Doch gleichzeitig so schwer erreichbar – sagt der Verstand. Wie geht das, wie soll ich das machen, wann soll ich dafür Zeit finden, warum muss ich das alleine schaffen, weshalb kam es überhaupt so weit… Unendliche Ausreden, die das Gegenwärtige keinen Millimeter in richtung Erlösung bewegen.

Nur in der Gegenwart, im Hier und Jetzt, dort wo man gerade IST, egal in welchem Umstand, ist die absolute Umsetzbarkeit für jenes was Hingabe, Liebe, Loslassen, Mut oder Leben genannt wird. Ich muss lachen und weinen zu gleich, wenn ich all die Ignoranz in der Welt wahrnehme und mich dann selbst in diesem Irrgarten wieder finde. Ein ewiges Schwäche zeigen anstatt stark sein wollen und es sich und anderen beweisen wollen. Dunkel und Licht, Konzepte der Dualität, Dämonen und Engel, Erlöser und Bezwinger, Wissenschaft und Religion, Glaube und Kontrolle… All diese Instanzen führen mich, als Individuum, nur weiter in die Irre. Es gibt nichts an dem ich mich festhalten kann. Wozu denn auch? Woran soll sich denn etwas ewig geistiges denn auch festhalten? Die Erdung und “Sicherheit” ist nur in mir Selbst vorhanden. Als pure Dankbarkeit für meine Existenz und deren einzigartigen Ausdruck.

Und gleichzeitig suchen und suchen und suchen so viele… Wonach denn überhaupt? Den Sinn, die Liebe, den richtigen Ort, die richtigen Menschen, die perfekte dieses und jenes, das Endgültige, das Finale… höre ich es nachhallen. Und so entstand wohl auch die wohl größte Geldmaschine der Welt: Der Verkauf von Inspiration, durch Medien, damit sich jeder wertvoll, gedanklich sicher und zugehörig fühlt. Denn dort, so wird gedacht, findet man Antworten auf all diese Fragen, die täglich den Druck zur Beantwortung erhöhen. Doch ist das so? Ein System, eine Idee, ein Ausdruck der aus der gleichen vergifteten Quelle stammt soll wirklich gesünder sein? Coaches, Heiler, Therapeuten, Workshops, Seminare, Lebensberater, Ernährungs-Guides, Speaker… mit großartigen Potenzial unterwerfen sich trotzdem dem altbekannten, längst Abgelaufenem…

Und dann blicke ich in die Weite und sehe diese sagenhafte Schöpfung, namens Natur. Sie packt mich jedesmal wieder und reißt mich in ihre Tiefe. Dort erkenne ich dass ich auch nur Teil der Natur bin und jeder Zyklus, jede Chemie und jeder Ton auch immer eine Spannung, eine Dehnung und Bewegung mit sich bringt. Nicht kontrollierbar. Nicht vorhersehbar und gleichzeitig ist das Naturprinzip liebend genug um es uns allen Recht zu machen. Aus jeder Sicht und jedem Blickwinkel kommt es uns entgegen – das Leben.

Es gibt kein Motiv und auch keinen Zweck in der Lösung. Also Leg ich erneut meine Beschwerung ab, meine Ideologien und Ansprüche der illusorischen Gerechtigkeit. Und atme… Und ich atme bewusst und kann auch gar nicht anders. Denn hier und jetzt wurde mir selbst mein Bewusstsein bewusst. Das aktiv-passive leben-erleben der eigenen Bewusstheit. “Shit, hab ich davor Angst” holen mich die eigens auferlegten Grenzen meines Intellekts wieder aus diesem flüssigen Zustand heraus. Doch es ist jederzeit hier. Ich weiß es so tief dass es mehr als wissen ist. Es ist ein Gesetz des Lebens.

Mein Kiefer lockert sich, meine Augen schließen und rollen leicht nach oben, die Schultern hängen entspannt und ich lasse mich erneut fallen. Jeden Moment auf’s neue. Reitend auf der Sehnsucht nach Lebendigkeit. Die Disziplin schenkte mir eine Erkenntnis: Dein Ausdruck für den Eindruck ist der Eindruck für den Ausdruck. Dein Ausatmen für das Einatmen ist das Einatmen für das Ausatmen.

Ich Begriff und ließ mich weiter fallen.
Ich Begriff und ließ mich weiter fallen…
Ich Begriff und ließ mich weiter fallen…..

Willkommen sei jeder Schatten und jedes Licht
Ich begrüße dich und öffne mich
Auf das die Natürlichkeit niemals bricht
Sie umarmen sich und ich bedanke mich
Liebe bleibt und ist ewiglich(t)

Liebe Liebe
Fred ❤️

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28. April 2019

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