Da wir jetzt verstanden haben wie das grundlegende Prinzip der Linien wirkt, können wir dieses auf die Persönlichkeit (Charakter) eines Menschen anwenden.

So schauen wir uns nun die einzelnen Linien in diesem Bezug an. Dazu habe ich mich mehrerer HDS-Quellen bedient und meine eigene Wahrnehmung mit einfließen lassen. Die Beschreibung ist natürlich nicht persönlich zu verstehen und ist noch sehr Typus-Unabhängig. Erinnern wir uns bitte daran, dass jeder absolut Einzigartig ist. Es geht hier vielmehr um die Hintergrundfrequenz der einzelnen Linien im Bezug zum Menschen. Wir beginnen mit einer kleinen Übersicht:

1. Linie – Die erste Linie ist völlig introspektiv und sagt: Ich will niemanden sehen, ich studiere. Belästige mich bitte nicht, ich mache meine Recherchen. Lass mich in Ruhe, ich bin gerade mit meinem eigenen Ding beschäftigt. Archetyp: Forscher/Experte Bestimmend/Ängstlich – Empathisch/Separatistisch – Sicher/Unsicher – Schwach/Stark

2. Linie – Die zweite Linie sagt: Ich weiß nicht, warum du zu mir kommst, ich mag es, in Ruhe gelassen zu werden. In dem Moment, wo du kommst, muss ich etwas tun, muss ich etwas lernen oder etwas herausfinden. Lass mich bitte in Ruhe. Archetyp: Guru/EinsiedlerNaturtalent – Magnetisch – (Hoch)Sensibel/Trotzig – Bewusst – Ruf folgend

3. Linie – Die dritte Linie sagt: Oh, ich wollte dich nicht anrempeln. Denn das ist, was mit der dritten Linie passiert: Sie prallen einfach in Sachen hinein. Keiner von ihnen ist wirklich gerüstet, um sozial mit dem anderen umzugehen. Schließlich haben sie eine persönliche Bestimmung. Sie stecken in ihrem eigenen Geschehen. Archetyp: Anarchist/PriesterVerlangen – Führen – Anpassungsfähig – Mutation – Try & Error – Pessimistisch

4. Linie – Die vierte Linie ist der untere Teil des oberen Trigramms und ist damit in Harmonie mit der ersten Linie. Die vierte Linie befasst sich damit, ihr Netzwerk mit den Grundlagen zu beeinflussen. Sie sind nicht wirklich an den Grundlagen interessiert, sondern wollen diese vielmehr nutzen um andere zu beeinflussen. Die vierte Line ist eine „Juxtaposition“ zwischen persönlich und transpersonal. Archetyp: Prophet/OpportunistStur/Flexibel – Beeinflussend – Ansteckend – Sozial – Freundlich

5. Linie – Die fünfte Linie ist wie die zweite Linie, aber eben transpersonal. Sie sind nicht unbedingt Einsiedler/Eremiten, denn sie erkennen den Wert anderen, aber es gibt diesen Hauch von Misstrauen – “Was wollen die von mir?”. Archetyp: Ketzer/BoteUniversalisierend – Abgehoben – Transpersonal – Paranoid – Praktiker

6. Linie – Obwohl sich die sechste Linie im Hexagramm befindet, wird sie davon ausgeschlossen. Ihre Perspektive erlaubt es ihnen zu sehen, dass es mehr gibt als die Energien dieses Hexagramms. Diese Perspektive schafft Distanz. Archetyp: Vorbild/Buddha-ÄhnlichIdealisierend – Urteilend – Wahrhaftig/Arrogant – Distanziert – Vorbildlich

Man erkennt in dieser kleinen Übersicht bereits die verschiedenen Qualitäten, deren Dilemmas und möglicherweise auch grundlegende Verhaltensweisen. Erinnern wir uns an die bewussten und unbewussten Teile in uns. Stellen wir uns vor wir haben viele erste Linien im persönlichen und viele dritte Linien im unbewussten. Das alleine ergibt schon eine Reibung, denn obwohl die erste Linie gerne in Ruhe das Fundament studieren möchte, prallen sie immer wieder (mit einer dritten Linien unbewusst) in Menschen (oder andersrum) und werden vom – aus ihrer Sicht – wesentlichen abgelenkt. Und genau das macht das Leben so spannend.

Liebe Liebe
Talis

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4. Dezember 2019

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