LASST UNS NOCH EIN WENIG MEHR SPIELRAUM FÜR DIESE QUALITÄTEN SCHAFFEN, UM WIRKLICH DIE KRÄFTE DER EINZELNEN LINIEN ZU VERINNERLICHEN

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Linie 1 – Fundament: Die erste Linie stellt den Investigator (Ermittler), das solide Fundament, dar und Menschen mit der ersten Linie im Profil werden den Dingen auf den Grund gehen. Diese Investigatoren sind zu tiefst introspektiv und brauchen die Zeit und den Raum um wirklich in die Forschung und die Reflexion einzutauchen – Vorallem damit sie es alleine schaffen. Mit Ratschlägen und Binsenweisheiten kann diese Linie nichts anfangen. Menschen, mit der ersten Linie, sind prädestiniert wahre Schüler des Lebens zu sein und um das Verhalten des Umfelds zu ergründen, um zu wissen was funktioniert und was nicht funktioniert. Der Detektiv sozusagen, der, wenn er vor ein Problem gestellt wird, nach innen blickt. Er braucht keine Reflexion mit anderen, sondern startet direkt mit der Forschung. Wenn dann die Reise beendet wird, liebt es die erste Linie die Ermittlungen mit einem anderen zu teilen. Es ist wichtig die Schlussfolgerung für sich selbst zu finden. Der ewige Student des Lebens. Das zwischenmenschliche Verhalten ist natürlich auch sehr wichtig in diesem Sinne. Jede Bewegung und das Verhalten an sich werden aktiv beobachtet und durch die gute Anpassungsfähigkeit wird, sozusagen, die Farbe jedem Gespräch adaptiert. Wir sehen hier auch den Aufenthaltsort des Untergeschosses, denn es geht ja um das Fundament. Es wird einfach eine robuste und solide Grundlage gesucht, auf der man arbeiten kann. Sicherheit und Vertrauen ist das A&O, um eine erfolgreiche Forschung und auch Selbstbeobachtung zu gewährleisten. Jegliche Unsicherheit ist feindlich, denn erst wenn alles klar ist, kann das Ergebnis der Umwelt mitgeteilt werden. Ein Motto für den Investigator (Linie 1) wäre: “Je mehr ich weiß, desto weniger fürchte ich mich.”. Ein starkes Nicht-Selbst Thema entwickelt sich, wenn der Ermittler sich nicht die Zeit für sich selbst nimmt, die er eben braucht – Dann fühlt dieser sich unterlegen und eventuell sogar nutzlos (im Bezug zu seinem Expertentum). Doch wenn der Raum, die Zeit und die Selbstdisziplin gegeben ist, wird die erste Linie, der Forscher/Investigator, zu einem Experten auf einem oder mehreren Gebieten – Vor allem wenn dieses Wissen ein Gefühl der Sicherheit schenkt.

Linie 2 – Projektion: Die zweite Linie repräsentiert den Eremit (Einsiedler), der Schatten der sich hinter den zugezogenen Fenstern bewegt, derjenige der in seiner Höhle werkelt und von außen genauestens betrachtet wird. In dieser Linie gibt es Reibung, denn hier liegt ein großes Talent. Dieses Talent ist so natürlich, dass es dieser Linie oft nicht auffällt. Jedoch sehen es die Anderen, durch Projektion! Diese Linie, wird gern durch das Fenster, von außen, bespitzelt/ beobachtet. Der Einsiedler will einfach nur seine Ruhe haben, will nicht – wie die erste Linie – studieren, und vor allem will sie nicht andauernd beantworten müssen wie „dieses oder jenes“ getan wurde – Denn die zweite Linie hat im Grunde keine Ahnung davon. Und obwohl das Allein-Sein angestrebt wird, herrscht diese Projektion (vom Außen) und trägt eine enorme Wichtigkeit bei. Denn die Menschen um sie herum schenken der zweiten Linie Selbstbewusstsein und machen es, durch eine andere Perspektive, möglich, die Talente und Gaben tatsächlich als solche zu erkennen – Heraustreten aus der Schüchternheit. Wenn dann die Identifizierung damit stattgefunden hat, benötigt diese Linie weiterhin das Feedback und auch die Anerkennung. Denn obwohl ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein vorhanden ist, fehlt es an Selbst-Erkenntnis. Doch sobald der Eremit aus seiner Höhle gelockt wurde kann die Anerkennung stattfinden und die Talente werden mit der Welt geteilt – Oder nicht und ein Rückzug in die Höhle findet statt. Man könnte auch sagen, dass diese Linie wie ein Same ist, der jahrelang auf den richtigen Moment wartet, um dann gepflanzt zu werden, zu wachsen und schlussendlich eine einzigartige Frucht hervorbringt. Für Menschen mit der zweiten Linie ist es daher sehr hilfreich die eigene Strategie und Autorität zu kennen, denn somit wird der korrekte Zeitpunkt greifbarer. Zusammenfassend könnte man sagen, dass diese Linie, wie ein Zauberer ist, der zurückgezogen lebt und im richtigen Moment ein Art Lehrer für die Umwelt wird. Nämlich indem Umstände geschaffen werden, in denen dieser sich nicht mehr erklären muss, sondern einfach all die Magie (Talente), durch das Ausleben, ganz natürlich und demokratisch weitergibt.

Linie 3 – Adaption: Die dritte Linie beschreibt den Märtyrer (Innovator), der Fehlermacher und Entdecker, der auf der Leiter, im Untergeschoss, in Richtung Fundament des Obergeschosses klettert. Jede Sprosse erfordert einen unheimlichen Mut und auch die tatsächliche Hingabe an diesen Versuch – Auch wenn es schief gehen kann und dann schmerzt. Daher bringt die dritte Linie von Natur aus Innovation, Mutation und Anpassung mit. Diese Linie, im Bezug zum Menschen, zeigt eine große Vielseitigkeit und gleichzeitig einen Hauch von Unvorhersehbarkeit. Diese Linie kann auf der einen Seite zurückhaltend und unentschlossen sein, und auf der anderen Seite kühn und wagemutig. Diese Stufe im Hexagramm hat keine Angst Neuland zu betreten, obwohl die Konsequenzen nicht immer blumig sind. Man kann also sagen, dass die dritte Linie den Prozess des Ausprobierens und das Prinzip von „Try&Error“ mit sich bringt. Es sind die Stehaufmännchen in dieser Welt, denn egal wie oft sie einen Fehler machen, sie werden immer wieder etwas Neues probieren – Sie sind es einfach gewohnt, sich nach einer Niederlage wieder aufzurichten. Wenn der Märtyrer korrekt gelebt wird, wird das Fehlermachen und die Möglichkeiten, in dieser Welt, einen unheimlichen Erfolg und Spaß mit sich bringen. Denn um was es hier wirklich geht ist die persönliche Erfahrung, jene Dinge herauszufinden die nicht funktionieren. Diese Schlussfolgerungen schenken dieser Linie eine natürliche Hartnäckigkeit, damit der Prozess des Versuchens gesund bleibt und nicht verloren geht – Nicht erschöpfend. Ein Leitspruch sollte lauten: „Bonds, made and broken“, was so viel heißt wie das Eingehen von Verbindungen und das Aufheben von diesen. Das Einstimmen in eine Verantwortung und das Auflösen von dieser. Ein ewiges Erschaffen und Brechen von Bündnissen. Diese Linie spürt einfach wenn „die Energie raus ist“ und entlarvt, durch die vielen Versuche, sehr schnell eine Lüge. Die Neugier ist immer gegenwärtig und drückt in Richtung Wahrheit, um die Schlupflöcher und Tricks im Leben zu entdecken.

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4. Dezember 2019

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